Instructional Design
14.01.10
Instructional Design ist der Vorgang, Umgebungen für Menschen so zu planen, entwickeln und einzusetzen, dass Menschen optimal darin lernen können. Eine große Bedeutung haben dabei die Lernziele, der organisationale Rahmen, sowie menschliche und andere Ressourcen. Instructional Design ist somit eine Planungswissenschaft. Sie nutzt Erkenntnisse aus Bereichen der Erziehungswissenschaft, der Psychologie, der Kognitionswissenschaft, der Kommunikationswissenschaft, der Informatik, der Betriebswirtschaft und der Philosophie.

Die resultierenden Umgebungen können technologisch (z.B. computerbasiert) und klassisch sein. Ebenso sind alle Stufen von Mischformen möglich.
Die optimale Verbindung zwischen der Person, der Organisation und der Technologie im Bezug auf Lernen und Wissen steht im Mittelpunkt.
Die Wirkungsfelder des Instructional Design sind alle Prozesse, Vorgänge und Bereiche in denen Menschen lernen.
Praktiker/innen des Instructional Designs können Lernumgebungen entwickeln und sie von der Bedarfsermittlung, über die Konzeption und Entwicklung bis hin zum Einsatz und zur Evaluation vollständig umsetzen. Einer ihrer großen Vorteile ist die konsequente wissenschaftliche Fundierung ihrer Entscheidungen, was zu einer hohen Planungssicherheit und zu einem sehr geringen Fehlerrisiko führt.
Wissenschaftler/innen des Instructional Designs interessieren sich für alle Aspekte menschlichen und organisationalen Lernens. Sie untersuchen und beschreiben sowohl das Lernen selbst als auch die Umgebungen in denen Menschen lernen. Der Wissenschaftsansatz ist dabei stets theoretisch-empirisch, wobei sowohl qualitative, quantitative und gemischte Methoden zum Einsatz kommen.